Geschrieben von Mario, am 6.11. 2007 -- Keine Kommentare

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Der historischen Roman „Pfeiler der Macht“ von Ken Follet, erschien 1994,
vier Jahre nach „Säulen der Erde“. Die Hörbuchversion (gekürzte Romanfassung; Gesamtspielzeit 386 Min.) wir von Frank Glaubrecht (Stimme von Kevin Costner, Pierce Brosnan, Al Pacino…) gelesen. Glaubrecht ist darüber hinaus auch die Stimme von John Sinclair dem Geisterjäger. Doch zurück zu den Pfeilern der Macht.
Die Geschichte spielt im England des 19. Jahrhunderts (1866- ~1890). Im Mittelpunkt steht die Bänkerfamilie Pilasters. Allen voran die Hauptfigur Hugh Pilaster, dessen Werdegang der Hörer im Verlauf der Geschichte mitverfolgen kann. In einer Zeit, in der das gesellschaftliche Ansehen größten Stellenwert genoss und in der man zum Standeserhalt und zur Sicherung der damit verbundenen Macht von vielerlei Faktoren abhängig war, standen Intrigen, Lug und Betrug und auch Mord auf der Tagesordnung. Eindrucksvoll verkörpert wird dies durch die Charaktere Augusta (Hughs Tante) und Edward Pilaster (Augustas Sohn) und dem Freund der Familie, Micky Miranda . Geschickt wissen sie entsprechenden Einfluss auf Ereignisse zu nehmen, um sie in die für sie richtigen Bahnen zu leiten. Hugh als Gegenpart versucht seinerseits durch Intelligenz und kaufmännischem Geschick seinen Weg an die Spitze zu bahnen. Der rote Faden spinnt sich um die Entwicklung des Bankhauses Pilasters. Augusta versucht stetig ihren Einfluss geltend zu machen und ihren eigenen Sohn best möglichst zu positionieren. Dabei ist ihr vor allem ihr Neffe Hugh ein Dorn im Auge. Sie setzt alles daran ihm das Leben schwer zu machen. Eng umwoben mit der Bank und der Familie Pilaster, spielt noch Micky Miranda eine wichtige Rolle. Micky Miranda, gewitzt, nur auf seinen Vorteil bedacht und dazu noch eine Spur böser als Augusta, nutzt alle Mittel, die Notwendig sind um seine Ziele zu erreichen. Sein streben nach Macht und Einfluss, vorgelebt durch seinen Vater, der im spanischen Cordoba einen Putschversuch anstrebt, lässt ihn im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen.
Neben den Intrigen und sonstigen Boshaftigkeiten, gesellt sich natürlich auch noch eine Liebesgeschichte, die zunächst allerdings alles andere als glücklich verläuft.
Fazit: Eigentlich ist die Geschichte nicht besonders spektakulär, aber Ken Follet ist es wieder einmal gelungen besonders starke Charaktere zu schaffen. Wie auch schon „Die Säulen der Erde“ spielt die Geschichte über einen Zeitraum einiger Jahrzehnte, wodurch die Geschichte weiter an Tiefe gewinnt. Empfehlenswert!

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