Hörbuch: Schwesternmord

Die US-Amerikanische Schriftstellerin, Tess Gerritsen, die meiner Ansicht nach schon fast im gleichen Atemzug mit der großartigen Kathy Reichs genannt werden sollte, gehört definitiv zu den ganz Großen ihrer Zunft. Ich kenne zwar noch nicht alle ihre Werke, bin aber davon überzeugt, eine ernstzunehmende Alternative für die Zeit nach den Werken Reichs gefunden zu haben. Ebenso wie Kathy Reichs, gelingt es Gerritsen, durch ihr fundiertes Hintergrundwissen eine unglaubliche Authentizität zu vermitteln. Die Maura Isles & Jane Rizzolie Serie (Die Chirurgin, Der Meister, Totsünde, Schwesternmord, usw.) drehen sich alle um die gleichnamige Gerichtsmedizinerin (Dr. Maura Isles) und die gleichnamige Kriminalbeamtin (Jane Rizzolie). Ich habe mich bisher nicht an die Reihenfolge der Werke halten können. Dadurch entgehen einem manche Details völlig oder man erkennt erst verspätet deren Zusammenhang. Die Einhaltung der Reihenfolge macht somit zwar wahrscheinlich Sinn, sehe ich aber nicht als zwingend erforderlich an. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und so weist nur der rote Faden, quasi das Rahmenkonstrukt, die ein oder andere Lücke auf.
In der Geschichte wird Dr. Maura Isles plötzlich mit dem Mord an ihrer Zwillingsschwester konfrontiert, von deren Existenz sie bisher nicht mal wusste, da sie schon im frühsten Kindesalter adoptiert wurde. Bei Nachforschungen über ihre verstorbene Schwester, spürt Maura ihre leibliche Mutter auf, die in einer psychiatrischen Haftklinik einsitzt. Rizolli, auf der Spur eines Serienmörders, findet bald heraus, dass auch Isles Schwester eins seiner Opfer wurde. Bei den Nachforschungen über ihre Herkunft und auf der Suche nach dem Mordmotiv, sieht sich Isles bald mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert. Die Geschichte ist durchweg spannend, weist aber leichte Schwächen auf. Teilweise ist sie nicht plausibel genug bzw. wirkt etwas planlos. Die spannenden Momente gleichen dieses Defizit aber wieder aus.
Auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig ist die Vorlesestimme von Katharina Talbach. Anfangs fand ich die Stimme sogar ziemlich nervig. Man gewöhnt sich aber relativ schnell daran und stellt mir der Zeit sogar fest, dass Thalbach durchaus mit ihrer Stimme umzugehen weiß.
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